25. Februar – Tag der Schachtelsätze

An einem wunderschön sonnigen Tag wie heute, an dem einfach alles möglich zu sein scheint – vor allem der nahende Frühling, der sich mit immer wärmeren Temperaturen und dem Gezwitscher von Vögeln, die dort hoch oben in den Bäumen sitzen, ankündigt – möchte man einfach die Augen schließen und die warmen Strahlen der Sonne auf der Haut genießen, vielleicht in einem Gartenstuhl auf dem Balkon sitzend und die Nase in die Luft emporhebend, während auf dem Tischchen neben dran der frisch gebrühte, mit Milchschaum verzierte Cappuccino darauf wartet, getrunken zu werden.

Wie hat dieser Satz nochmal angefangen? Zugegeben, für einen Schachtelsatz ist dieser noch harmlos, da gibt es noch weit komplexere Texte. Aber diese Länge stört den Lesefluss doch empfindlich.
Übrigens: Experten sprechen hier von einer Hypotaxe, Laien hingegen von einem Bandwurmsatz.

Dabei ist an langen Sätzen eigentlich nichts Schlechtes – es kommt auf die Mischung von langen und kurzen Sätzen an, um das Lesen angenehm und fesselnd zu gestalten.

Hier ein paar Tipps:

Wichtig ist, nicht alle Gedanken in einen Satz packen zu wollen, das überfordert die Leser*innen nur.
Besser ist es daher, nur einen Gedanken pro Satz auszuformulieren.

Dabei gehört die wichtigste Information immer in den Hauptsatz, auf dem der Fokus liegt. Der Rest wird gestrichen oder in einen leicht verständlichen Nebensatz gepackt. Und dieser Nebensatz folgt immer NACH dem Hauptsatz, nicht dazwischen.

Es sollten maximal 2 Kommas in einem Satz stehen und höchstens 20 Wörter in einem Satz verwendet werden.

Auch sollte man das, was zusammengehört, nicht auseinanderreißen. Z.B.:

  • Zusammengesetzte Verben

So nicht: Lange Sätze strengen Leser*innen, die nach schnellen Antworten suchen, an.

Dafür so: Lange Sätze strengen Ihre Leser*innen an. Denn sie suchen nach schnellen Antworten.

  • Subjekt und Verb

So nicht: Lange Sätze, die Ihre Leser*innen anstrengen, rücken Sie in ein schlechtes Licht.

Dafür so: Lange Sätze rücken Sie in ein schlechtes Licht, denn sie strengen Ihre Leser*innen an.

  • Artikel und Substantiv

So nicht: Die Verwendung langer Sätze war früher ein sehr beliebtes Stilmittel und ist heutzutage nicht mehr üblich.

Dafür so: Die Verwendung langer Sätze ist heutzutage unüblich. Obwohl diese früher ein beliebtes Stilmittel gewesen sind.

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