Närrische Zeiten

Die Fasnetzeit ist die Zeit, in der man im Kleiderschrank nichts anderes findet als sein Häs. So jedenfalls ging es unserer Grafikerin Sabine gestern. Sie war schlicht blind für all die anderen Klamotten und entschied sich daher für DAS Outfit, dass das ganze Jahr über sonst kaum Beachtung findet. Denn Sabine gehört zur “Narrenzunft Eichelklauber Gailingen e. V.” und ist stolz darauf, dazuzugehören!

Normalerweise treffen sich die Eichelklauber am “Schmudo” morgens um sieben zum Frühstück im Schopf und danach stürmen sie Kindergarten, Schule und Rathaus. Anschließend wird rund um das Rathaus, das sie dann in ihrer Hand haben, gefeiert, gegen Mittag der Narrenbaum vor dem Rathaus aufgestellt und dann weitergefeiert bis in die Puppen. Oder wahlweise bis zum Hemdglonkerumzug mit anschließendem Hemdglonkerball am Abend – und DANN wird gefeiert bis in die Puppen…

Dieses Jahr: Gähnende Leere auf den Straßen. Nur vereinzelt sah man gestern Gassigänger*innen oder Luftschnapper*innen im Häs durch das Dorf spazieren. Dieses Jahr ist einfach alles anders als sonst. Entgegen der langgehegten Tradition wurde das Rathaus diesmal schon am Mittwoch und auch nur vom Zunftmeister der Eichelklauber und seiner Frau gestürmt – ganz coronakonform natürlich.
Diese Aktion wurde gefilmt und dann ins Netz gestellt: https://www.facebook.com/eichelklaubergailingen

Aber um nicht völlig mit der Tradition zu brechen, wird – und vor allem darf – die alljährliche Narrenmesse am kommenden Sonntag abgehalten werden: Diesmal allerdings mit Mund-Nasen-Schutz zum Häs und natürlich ganz viel An- und Abstand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.