Tag 12 im Homeoffice

Tag 12 im Homeoffice

Tag 12 im Homeoffice, kurz vor Feierabend.
Keine besonderen Vorkommnisse. Der Chat ist ruhig, die anstehende Arbeit fast erledigt. Nebenbei gurgelt der Geschirrspüler sein Lied und der Brotteig auf Sauerteigbasis, den ich noch vor dem Frühstück geknetet habe, wächst behutsam.
Wir haben knapp 2 Wochen vor den Maßnahmen der Bundesregierung firmenintern beschlossen, weitestgehend aus dem Homeoffice zu arbeiten. Die Möglichkeiten der IT sorgen für eine reibungslose Kontaktminimierung im Sinne des Infektionsschutzes und wir stellen so sicher, dass wir für unsere Kunden nicht nur erreichbar sondern auch arbeitsfähig bleiben. Unser Geschäftsführer hat nie Produktivität mit Anwesenheit verwechselt und daher frühzeitig und aus Überzeugung auf das Homeoffice gesetzt. Ganz im Sinne der „Wir bleiben ON“-Kampagne des Landkreises.

 

Für uns Mitarbeitende bedeutet es in erster Linie eine Kontaktreduktion. Der Arbeitsweg fällt weg, das kontinuierliche Lüften im Büro zwingt uns nicht mehr in die Strickjacken und der heimische Kaffee oder Tee ist ja eh immer der Beste. Ideale Voraussetzungen für ein produktives Arbeiten – und nebenher findet man noch die Zeit ein frisches Brot zu backen.

Aber es gibt auf der anderen Seite eben auch ein paar Nachteile. Der gemeinsame Schnack in der Teeküche fehlt einfach. Klar versuchen wir das durch regelmäßige Conference-Calls und den Team-Chat etwas aufzufangen, aber die virtuellen Kontakte sind eben doch kein vollwertiger Ersatz für die echten Treffen.

Dennoch klappt das gemeinsame Arbeiten in der Cloud ganz wunderbar, und die themenbezogene Kommunikation über unterschiedliche Kanäle hilft dabei enorm. Es kommt wirklich, obwohl man alleine an seinem PC sitzt, ein Gefühl des gemeinsamen Arbeitens auf, wenn man in den Dokumenten den Cursor eines Mitarbeiters sehen kann.

Man sieht, wir sind hin und her gerissen zwischen den Vor- und Nachteilen des Homeoffice. Wir machen einfach das Beste daraus und hoffen auf bessere Zeiten, in denen wir uns dann auch mal wieder ohne Mindestabstand an einen Tisch setzen und vielleicht sogar gemeinsam frühstücken können. Und bis dahin bleiben wir eben “ON”.